Was macht eigentlich ein Texter?

Angola oder analog?

Wie Sie an der Headline erkennen, zählt beim Werbetexten jeder einzelne Buchstabe. Ein Texter muss sich in die Zielgruppe seines Auftraggebers hineinversetzen. Und aus dessen Sicht nicht faktisch, sondern Nutzen orientiert argumentieren. Er muss Marktmechanismen verstehen. Den Wettbewerb kennen. Alles über den USP des Angebots erfahren. Und die daraus resultierenden Benefits der definierten Zielgruppe kommunizieren. Persönlich, kreativ, kurz, knackig, spannend und vor allem: leicht verständlich. Am besten in Form einer Geschichte, dem sogenannten Storytelling. Er muss Emotionen auslösen. So dass sein Werbetext den Leser zum Kauf verführt. Oder Ihr Marken-Image positiv auflädt. Hand aufs Herz: Wie viele Mitarbeiter aus Ihrer Abteilung "Marketing" bzw. "Unternehmenskommunikation" sind dazu in der Lage?

Auftraggeber sollten gescheit briefen - und nicht anfangen zu texten.

Die Wirklichkeit sieht heute meist so aus: Statt sich um seine eigentlichen Aufgaben zu kümmern, wie z. B. Informationen sammeln, aufbereiten und ordentliche Briefings zu verfassen, überlässt der Auftraggeber die Agentur sich selbst: "Machen Sie mal!" Und die Agentur macht. Ohne auf ein Briefing zu bestehen. Natürlich kommt so auch kein Erfolg versprechendes Ergebnis zustande. Die Folge: Produktmanager, Sachbearbeiter etc. entdecken ihre scheinbar kreative Ader und verschlimmbessern die Werbetexte. Mit in der Regel fragwürdigen Ergebnissen. Ich gebe Ihnen mein Wort: Diese Art der Zusammenarbeit ist nicht nur unprofessionell, sondern kostet unnötige Korrekturschleifen sowie Zeit und Geld.

 

Macht es nicht mehr Sinn, wenn sich jeder von uns mit dem einbringt, was er am besten kann?